en effet voila une interview de Finke du 24 janvier 2008
en coupe d afrique
"Afrikas Markt ist nicht leer"
Von Olaf Jansen
Volker Finke ist als Afrika-Experte bekannt. Beim Afrika-Cup in Ghana schaut sich der Ex-Trainer des SC Freiburg nach neuen Talenten um.
sport.ARD.de: Herr Finke, warum tun sie sich den Stress an und besuchen den Afrika-Cup? Sie könnten die Spiele doch auch gemütlich zu Hause im Fernsehen anschauen
Volker Finke: "Nein, man muss schon vor Ort sein, um Kontakte knüpfen zu können und um die Menschen kennenzulernen. Es ist ja so, dass man nicht irgendwelche jungen afrikanischen Fußballer nach Deutschland holen und davon ausgehen könnte, dass sie dann ihren Weg machen. Man muss ein Gefühl für die Jungs entwickeln, ihre Probleme verstehen lernen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen, damit sie sich dann später im fremden Europa nicht so verloren vorkommen."
ber wenn man sich die Mannschaften hier anschaut - da ist ja kaum noch ein Spieler dabei, der nicht schon in Europa unter Vertrag steht. Ist der Markt nicht längst leergefegt?
Finke: "Nein, überhaupt nicht. Klar, die großen Nationen wie Elfenbeinküste, Nigeria, Kamerun und Ghana sind schon ganz gut von Europas Scouts abgedeckt. In Ghana existieren auch schon viele Fußballschulen, wo viele Kinder gut betreut werden. Aber es gibt so viele kleinere Länder, da findet keinerlei Ausbildung von Jugendfußballern statt. Ich war vor meiner Ankunft hier in Ghana für zwei Tage in Burkina Faso, wo ich seinerzeit die Spieler Pitroipa und Sanou verpflichtet habe. In einem solchen Land könnte man auch als Bundesliga-Vertreter noch viel tun."
Wie könnte das Engagement eines Bundesligisten in einem afrikanischen Land aussehen?
Finke: "Man müsste gar nicht viel Geld in die Hand nehmen, um an verschiedenen Punkten Ausbildungsstätten zu betreiben. Man würde damit einerseits etwas Gutes für die Entwicklung dieser Länder tun, auf der anderen Seite hätte man die Chance, später günstig ausgebildete Talente nach Europa zu holen."
Ist das Sichten von Talenten und deren Vermittlung nicht eher eine Sache für Spielerberater?
Finke: "Nein, diese Arbeit sollte man nicht den Spielerberatern und Scouts allein überlassen. Dafür ist der afrikanische Markt viel zu wertvoll und eine echte Chance. In Brasilien können Bundesligisten keinen Spieler mehr billig verpflichten, da ist der Markt von großen Agenturen abgedeckt. Aber hier in Afrika - da ist für wenig Geld viel zu erreichen."
Tatsächlich sieht man hier beim Afrika-Cup vo
en coupe d afrique
"Afrikas Markt ist nicht leer"
Von Olaf Jansen
Volker Finke ist als Afrika-Experte bekannt. Beim Afrika-Cup in Ghana schaut sich der Ex-Trainer des SC Freiburg nach neuen Talenten um.
sport.ARD.de: Herr Finke, warum tun sie sich den Stress an und besuchen den Afrika-Cup? Sie könnten die Spiele doch auch gemütlich zu Hause im Fernsehen anschauen
Volker Finke: "Nein, man muss schon vor Ort sein, um Kontakte knüpfen zu können und um die Menschen kennenzulernen. Es ist ja so, dass man nicht irgendwelche jungen afrikanischen Fußballer nach Deutschland holen und davon ausgehen könnte, dass sie dann ihren Weg machen. Man muss ein Gefühl für die Jungs entwickeln, ihre Probleme verstehen lernen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen, damit sie sich dann später im fremden Europa nicht so verloren vorkommen."
ber wenn man sich die Mannschaften hier anschaut - da ist ja kaum noch ein Spieler dabei, der nicht schon in Europa unter Vertrag steht. Ist der Markt nicht längst leergefegt?
Finke: "Nein, überhaupt nicht. Klar, die großen Nationen wie Elfenbeinküste, Nigeria, Kamerun und Ghana sind schon ganz gut von Europas Scouts abgedeckt. In Ghana existieren auch schon viele Fußballschulen, wo viele Kinder gut betreut werden. Aber es gibt so viele kleinere Länder, da findet keinerlei Ausbildung von Jugendfußballern statt. Ich war vor meiner Ankunft hier in Ghana für zwei Tage in Burkina Faso, wo ich seinerzeit die Spieler Pitroipa und Sanou verpflichtet habe. In einem solchen Land könnte man auch als Bundesliga-Vertreter noch viel tun."
Wie könnte das Engagement eines Bundesligisten in einem afrikanischen Land aussehen?
Finke: "Man müsste gar nicht viel Geld in die Hand nehmen, um an verschiedenen Punkten Ausbildungsstätten zu betreiben. Man würde damit einerseits etwas Gutes für die Entwicklung dieser Länder tun, auf der anderen Seite hätte man die Chance, später günstig ausgebildete Talente nach Europa zu holen."
Ist das Sichten von Talenten und deren Vermittlung nicht eher eine Sache für Spielerberater?
Finke: "Nein, diese Arbeit sollte man nicht den Spielerberatern und Scouts allein überlassen. Dafür ist der afrikanische Markt viel zu wertvoll und eine echte Chance. In Brasilien können Bundesligisten keinen Spieler mehr billig verpflichten, da ist der Markt von großen Agenturen abgedeckt. Aber hier in Afrika - da ist für wenig Geld viel zu erreichen."
Tatsächlich sieht man hier beim Afrika-Cup vo

