Scouting ist nicht allen ein Begriff. Und noch weniger Menschen können sich vorstellen, wie das genau aussieht. Können Sie die Arbeit ihres Teams kurz beschreiben?
Ich glaube das Thema Scouting komplett zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Aber was wir gerade für die Nationalmannschaft tun, lässt sich gut am ersten Gruppengegner beschreiben. Für das erste Spiel gegen Portugal sind das insgesamt zehn DVDs mit den wichtigsten fünf Qualifikations- und Freundschaftsspielen. Diese wurden von uns komplett analysiert. Das findet zunächst alles quantitativ statt. Dass heißt, jeder Ballkontakt, das sind pro Spiel 500-1000 Aktionen, werden festgehalten und analysiert. Hier werden grundlegende taktische und technische Aspekte des Spiels betrachtet. Dabei geht es natürlich von der Mannschaftstaktik über Gruppentaktik, bis hin zu individuellen Verhaltensweisen. Dies wird nun vermischt mit qualitativen Ansätzen, was auch den Bereich abbildet, der die Trainer am meisten interessiert. Wie ist der Spielaufbau und beinhaltet dieser bestimmte Muster? Wenn ja, über wen findet er statt? Wie verhält sich eine Mannschaft nach Rückstand? Entscheidend ist nun zu verstehen, dass wir immer auf der Basis der eigenen Spielphilosophie analysieren. So sind beispielsweise die Abstände der einzelnen Spieler, in Breite und Tiefe, sehr genau festgelegt Und wenn diese beim Gegner enger oder weiter sind, wird ein System taktisch dahingehen angepasst, Lücken zu finden. Darüber hinaus machen wir noch eine Medienanalyse über die Mannschaften und die Länder selbst. Der Trainerstab möchte nämlich schon genau wissen, wie die Erwartungshaltung bei den gegnerischen Nationen aussieht. Was denken die Länder vor Spielen gegen Deutschland? Das Ganze geht aber auch noch weiter: Wir sammeln sogar alle Informationen über die einzelnen Spieler und Trainer, sofern diese denn einzuholen sind. Ist ein Spieler sehr sozial engagiert? Gibt es klare Führungspersonen? Hat sich jemand Fehltritte erlaubt? All das wird gesammelt und komplett dem Trainerstab übergeben. So kommen wir schnell auf die besagten 10 DVDs und zusätzlich rund 800 Seiten Material. Pro gegnerischer Mannschaft!
Ich glaube das Thema Scouting komplett zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Aber was wir gerade für die Nationalmannschaft tun, lässt sich gut am ersten Gruppengegner beschreiben. Für das erste Spiel gegen Portugal sind das insgesamt zehn DVDs mit den wichtigsten fünf Qualifikations- und Freundschaftsspielen. Diese wurden von uns komplett analysiert. Das findet zunächst alles quantitativ statt. Dass heißt, jeder Ballkontakt, das sind pro Spiel 500-1000 Aktionen, werden festgehalten und analysiert. Hier werden grundlegende taktische und technische Aspekte des Spiels betrachtet. Dabei geht es natürlich von der Mannschaftstaktik über Gruppentaktik, bis hin zu individuellen Verhaltensweisen. Dies wird nun vermischt mit qualitativen Ansätzen, was auch den Bereich abbildet, der die Trainer am meisten interessiert. Wie ist der Spielaufbau und beinhaltet dieser bestimmte Muster? Wenn ja, über wen findet er statt? Wie verhält sich eine Mannschaft nach Rückstand? Entscheidend ist nun zu verstehen, dass wir immer auf der Basis der eigenen Spielphilosophie analysieren. So sind beispielsweise die Abstände der einzelnen Spieler, in Breite und Tiefe, sehr genau festgelegt Und wenn diese beim Gegner enger oder weiter sind, wird ein System taktisch dahingehen angepasst, Lücken zu finden. Darüber hinaus machen wir noch eine Medienanalyse über die Mannschaften und die Länder selbst. Der Trainerstab möchte nämlich schon genau wissen, wie die Erwartungshaltung bei den gegnerischen Nationen aussieht. Was denken die Länder vor Spielen gegen Deutschland? Das Ganze geht aber auch noch weiter: Wir sammeln sogar alle Informationen über die einzelnen Spieler und Trainer, sofern diese denn einzuholen sind. Ist ein Spieler sehr sozial engagiert? Gibt es klare Führungspersonen? Hat sich jemand Fehltritte erlaubt? All das wird gesammelt und komplett dem Trainerstab übergeben. So kommen wir schnell auf die besagten 10 DVDs und zusätzlich rund 800 Seiten Material. Pro gegnerischer Mannschaft!

